Leiterin des Inštitut Anahata, Inštitut za medicinsko antropologijo in ayurvedo, Maribor, Slowenien

Vortrag:

Auszug:

Die vorliegende Arbeit untersucht die „Major Depression“, die unter einer psychiatrischen Kategorisierung von mentalen Erkrankungen Störungen im Spektrum von affektiven Störungen einzuordnen ist. Der Gegenstand der Forschung war die (De-) Konstruktion von wissenschaftlichen Erkenntnissen der Depression in Bezug auf die indische Medizin: Ayurveda sowie Biomedizin und Psychiatrie. Ebenso ging es um das Verständnis der Behandlung durch ein Beispiel dieser beiden medizinischen Systemen von den Gesichtspunkten der Begleiter der Patienten in Slowenien, bei denen eine Major Depression diagnostiziert wurde.

Dazu wurde folgendes durchgeführt:

(1) ein Vergleich zwischen der Entstehung und Behandlung der Major depressiven Erkrankung in der Psychiatrischen und Ayurveda-Theorie,
(2) ein Transfer der Ayurveda-Anwendungen in ein anderes kulturelles Umfeld, das heißt in Slowenien, gegenüber der ursprünglichen Umgebung, aus der es kommt, wie hier in Indien,
(3) eine Identifikation von SchlüsselFaktoren, die sie dazu veranlasste Ayurveda oder die psychiatrischen Praxis aufzusuchen
(4) eine Analyse und ein Vergleich der Gründe und des Ergebnisses der Behandlung dieser beiden Ansätze, und
(5) ein Vergleich des Teilnehmer Verständnis von Depressionen zwischen klassisch Psychiatrischen und Ayurvedaaspekten aufgrund von Erzählungen.

Der Zweck dieser Untersuchung war es, die Unterschiede zwischen den beiden Ansätzen bezgl. der Behandlung von Depressionen, hinsichtlich ihres unterschiedlichen Entstehens zu erkennen, ebenso wie ihren Ursprung und damit die therapeutische Intervention.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Vorteilen / Nachteilen im Vergleich zu anderen Praktiken die sich Patienten mit Depression unterzogen haben.
Dieses Problem ist besonders wichtig, weil nach heutigen Gesundheitsstatistiken die Depression zu den häufigsten Formen von psychischen Störungen gehört und die Inzidenz ist zunehmend. Die Auswirkungen der Ayurveda-Praxis als Behandlung von psychischen Störungen sind immer noch relativ schlecht eruiert, ebenso wie der Transfer der ayurvedischen Medizin in ein anderes kulturelles Umfeld.

Es gibt leider nur wenige Studien über die Behandlung von psychischen Störungen, im Vergleich von der ayurvedischen Medizin aus der Perspektive eines Europäischen Patienten ebenso gibt es in diesem Forschungsfeld eine große Lücke. Aus wissenschaftlicher Sicht stellen die Ergebnisse dieser Forschung in unserem gegenwärtiges Verständnis von den immer noch vorherrschen konservativ behandelnden Konzepte der medizinischen Theorien und Praktiken im Bereich der psychischen Gesundheit eine bedeutende Entwicklung da.